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Prüfungsvorbereitung Fachkraft für Lagerlogistik

Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik endet mit anspruchsvollen Prüfungen. Ob Zwischenprüfung oder Abschlussprüfung – eine gezielte und frühzeitige Prüfungsvorbereitung Fachkraft für Lagerlogistik ist entscheidend für den Erfolg. In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige zum Ablauf, zu den Inhalten und zu den Anforderungen beider Prüfungen. Außerdem geben wir dir hilfreiche Tipps zur Vorbereitung und zeigen dir typische Prüfungsfragen mit Lösungen.
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Logistikmeister Prüfungsfragen Kurztest

Testumfang: 10 Fragen
Testkategorien: Wirtschaft, IHK Prüfungsfragen
Zeitlimit: 5 Minuten

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1 / 10

Welches Beispiel kennzeichnet ein Individualbedürfnis?

2 / 10

In welcher konjunkturellen Phase ist mit einem hohen Preisniveau zu rechnen?

3 / 10

In welcher konjunkturellen Phase ist mit einem steigenden Volkseinkommen zu rechnen?

4 / 10

In welcher konjunkturellen Phase ist mit einem Absatzstau und hohen Lagerbeständen zu rechnen?

5 / 10

Welche der unten stehenden Aussagen zum “magischen Viereck” trifft zu?

6 / 10

In welcher konjunkturellen Phase ist mit einem Stillstand privater Investitionen zu rechnen?

7 / 10

Wie werden höchster und niedrigster Punkt des wirtschaftlichen Konjunkturzyklus genannt?

8 / 10

In welcher konjunkturellen Phase ist mit einer zunehmenden Sparneigung zu rechnen?

9 / 10

Bei welchem der unten stehenden Güterpaare handelt es sich um Substitutionsgüter?

10 / 10

In welchem Fall handelt es sich um Produktionsgüter zum Verbrauch?

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Komplettpaket

Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik schließt mit wichtigen Prüfungen ab: einer Zwischenprüfung zur Halbzeit der Ausbildung und der finalen Fachkraft für Lagerlogistik Abschlussprüfung am Ende. Eine gründliche Prüfungsvorbereitung Fachkraft für Lagerlogistik ist entscheidend, um beide Prüfungen erfolgreich zu meistern.

Im Folgenden werden Aufbau und Inhalte dieser Prüfungen erklärt, wichtige Lernbereiche hervorgehoben und praktische Vorbereitungstipps gegeben. Zum Abschluss findest du außerdem vier typische Prüfungsfragen inklusive Antworten.

Struktur und Inhalte der Fachkraft für Lagerlogistik Zwischenprüfung

Die Zwischenprüfung findet etwa zur Mitte der dreijährigen Ausbildung (gegen Ende des 2. Ausbildungsjahres) statt. Sie ist verpflichtend und dient vor allem dazu, den Lernfortschritt festzustellen – das Ergebnis fließt jedoch nicht in die Abschlussnote ein. In der Regel besteht die Zwischenprüfung aus einem schriftlichen Prüfungsteil mit einer Dauer von 90 Minuten. Darin müssen ca. 40–50 Aufgaben bearbeitet werden, welche praxisnahe Situationen aus dem Lagerlogistik-Alltag abdecken. Typische Themengebiete der Zwischenprüfung sind unter anderem:

  • Lagerungsprozesse: Annahme von Gütern (Warenannahme) und sachgerechte Lagerung der Güter.
  • Arbeitsorganisatorische Abläufe: Arbeitsorganisation und Kommunikation bei Warenannahme und Lagerung, inklusive qualitätssichernder Maßnahmen im Lagerprozess.
  • Funktion und Einsatz von Arbeitsmitteln: Umgang mit Lagertechnik und Fördermitteln bei Annahme und Lagerung (z.B. Gabelstapler, Hubwagen).
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo): Grundlagen der Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht, Aufbau des Ausbildungsbetriebs sowie Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz.

 

Praktische Aufgabe

Teilweise wird in der Zwischenprüfung auch eine praktische Aufgabe integriert oder simuliert. So könnte z.B. das Entladen und Kontrollieren einer Lieferung oder das Einlagern von Waren als Szenario beschrieben werden, zu dem der Prüfling schriftlich die einzelnen Arbeitsschritte und Maßnahmen darstellen muss. Wichtig ist dabei immer, auf Sicherheit und Sorgfalt zu achten – etwa die Funktionsfähigkeit von Arbeitsmitteln zu prüfen und Regeln des Arbeitsschutzes einzuhalten.

Ablauf und Anforderungen der Fachkraft für Lagerlogistik Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung Fachkraft für Lagerlogistik erfolgt am Ende der Ausbildung (typisch im Frühsommer für reguläre Ausbildungen oder im Winter bei verkürzter Ausbildungszeit). Sie besteht aus mehreren Prüfungsteilen, die sich über mehrere Tage verteilen können:

Fachkraft für Lagerlogist Pürfung

Schriftliche Prüfungen:

Diese gliedern sich in drei Prüfungsbereiche.

Der größte Bereich heißt Prozesse der Lagerlogistik und dauert meist 180 Minuten. Hier bearbeiten die Prüflinge komplexe Aufgaben rund um Lagerprozesse – von der Warenannahme über Lagerung und Kommissionierung bis zum Versand.

Der zweite Bereich Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag dauert etwa 90 Minuten und umfasst praxisbezogene Aufgaben zu Themen wie Einsatz von Arbeitsmitteln, Dokumentation des Warenumschlags, Lagerorganisation und innerbetriebliche Transportabläufe.

Der dritte Bereich ist Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo) mit ca. 60 Minuten Bearbeitungszeit, in dem allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Grundlagen der Arbeitswelt geprüft werden (z.B. Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag, Arbeitsschutzgesetze, Sozialversicherung).

Praktische Prüfung (Arbeitsaufgaben):

Im praktischen Teil müssen zwei Arbeitsaufgaben aus dem Lagerbereich ausgeführt werden. Diese Aufgaben finden in einem praxisnahen Umfeld statt (z.B. im Ausbildungsbetrieb oder IHK-Prüfungszentrum) und können zusammen bis zu 5 Stunden dauern.

Typische praktische Prüfungsaufgaben sind z.B. Warenannahme mit Wareneingangskontrolle, Kommissionierung eines Auftrags oder Versandbereitstellung inklusive Ladungssicherung.

Fachkraft für Lagerlogistik praktische Prüfung

Die Aufgaben decken unterschiedliche Bereiche ab – beispielsweise könnte eine Aufgabe Wareneingang und Einlagerung betreffen, die andere Warenausgang und Versand.

Das Fachgespräch

Während oder im Anschluss an die Durchführung findet ein ca. 15-minütiges Fachgespräch statt, in dem der Prüfer vertiefende Fragen zu den durchgeführten Aufgaben stellt (z.B. Begründung von Vorgehensweisen, benutzte Hilfsmittel, Sicherheitsvorschriften). Der praktische Teil (inklusive Fachgespräch) macht die restlichen ~50% der Prüfungsleistung aus.

Wann habe ich die Prüfung bestanden?

Um die Abschlussprüfung zu bestehen, muss in allen Teilbereichen mindestens ausreichende Leistung erbracht werden. Das heißt, sowohl in der Gesamtnote der schriftlichen Prüfungen als auch im praktischen Teil darf kein „mangelhaft“ oder „ungenügend“ übrig bleiben.

Fällt ein Prüfling in einem Bereich komplett durch, gilt die gesamte Prüfung als nicht bestanden. In bestimmten Fällen ist aber eine mündliche Ergänzungsprüfung möglich, falls z.B. nur ein schriftlicher Teil knapp mangelhaft war – dies kann das Ergebnis noch retten. Die genauen Bestehensregeln sind in der Prüfungsordnung festgelegt. Bei Erfolg erhalten die neuen Fachkräfte für Lagerlogistik ein IHK-Prüfungszeugnis.

Wichtige Themenbereiche, auf die man sich vorbereiten sollte

Die Prüfungen decken alle wesentlichen Aspekte des Lager- und Logistikalltags ab. Im Rahmen der Prüfungsvorbereitung Fachkraft für Lagerlogistik sollten Auszubildende daher insbesondere folgende Themenbereiche gründlich lernen:

Warenannahme und Wareneingangskontrolle:

Vom Entladen der Lieferung über das Prüfen von Lieferpapieren (Lieferschein/Bestellunterlagen) bis zur Qualitäts- und Mengenkontrolle der Waren. Dazu gehört auch das Vorgehen bei Abweichungen (Beschädigungen, Falschlieferungen) und die Dokumentation im Warenwirtschaftssystem.

Lagerung, Lagerorganisation und Inventur:

Verschiedene Lagersysteme und -arten (Regallager, Blocklager, etc.), Einlagerungsstrategien (z.B. FIFO-Prinzip „First In – First Out“), Kennzeichnung von Lagerplätzen und Waren. Auch Inventurverfahren (Stichtagsinventur, permanente Inventur) und wichtige Lagerkennzahlen (Mindestbestand, Meldebestand, Höchstbestand) sollten beherrscht werden. Auszubildende sollten z.B. wissen, wie der Meldebestand berechnet wird und warum ein Sicherheitsbestand wichtig ist.

Kommissionierung, Verpackung und Versand:

Ablauf der Kommissionierung (Zusammenstellen von Kundenaufträgen) einschließlich verschiedener Kommissioniermethoden (Mann-zur-Ware vs. Ware-zum-Mann, einstufig/mehrstufig etc.). Kenntnisse über geeignete Verpackungen und Verpackungsmaterialien, korrektes Verpacken und Kennzeichnen von Sendungen sowie die Vorbereitung für den Versand (Erstellen von Versandpapieren, Zollformularen falls nötig). Ein zentrales Thema ist die Ladungssicherung: Prüflinge sollten wissen, wie Waren auf Paletten oder in Containern gesichert werden (z.B. mit Zurrgurten, Antirutschmatten, Stretchfolie) und welche Vorschriften dabei gelten, um Unfälle zu vermeiden.

Einsatz von Arbeitsmitteln und innerbetrieblicher Transport:

Umgang mit technischen Hilfsmitteln im Lager, insbesondere Flurförderzeuge wie Gabelstapler, Schubmaststapler, Ameise/Hubwagen. Dazu gehört das Verständnis von Belastungsgrenzen, Lastschwerpunkt und Standsicherheit eines Staplers. Ebenso wichtig sind Themen wie Wartung und tägliche Sicherheitsprüfung von Geräten, sowie organisatorische Abläufe beim innerbetrieblichen Transport (z.B. Fahrwege, Verkehrsregeln im Lager).

Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz:

Relevante Sicherheitsvorschriften im Lager (Tragen von PSA/Schutzkleidung, Verhalten in Gefahrensituationen, Brandschutz, Erste Hilfe). Kenntnis von Gefahrenstoffen und deren Lagerung (Gefahrgutkennzeichen) kann ebenfalls gefragt sein. Umweltschutzaspekte wie Entsorgung von Verpackungsmaterial, Recycling und Vermeidung von Abfällen gehören ebenso zum Prüfungsstoff.

Wirtschafts- und Sozialkunde:

Hier sollten grundlegende Kenntnisse vorhanden sein über Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag (Berufsbildungsgesetz), Arbeitszeiten und Urlaub, Lohnabrechnung, sowie die Aufgaben von Gewerkschaften und Betriebsräten. Auch wirtschaftliche Grundbegriffe (z.B. Angebot und Nachfrage, Versicherungen, Steuern) und das Sozialsystem (Krankenversicherung, Rentenversicherung etc.) können abgefragt werden.

Alle genannten Themenbereiche werden in der Berufsschule behandelt, doch es ist wichtig, sie vor der Prüfung noch einmal eigenständig durchzugehen. Häufig beinhalten Prüfungsaufgaben auch Berechnungen – etwa Flächen- und Gewichtsberechnungen für die Lagerplanung oder Kalkulationen von Lagerkennziffern. Deshalb sollte man auch den Umgang mit dem Taschenrechner und das Berechnen einfacher Formeln (z.B. Lagerumschlagshäufigkeit, Meldebestand-Formel) üben.

Typische Prüfungsfragen und Antworten

Zum Abschluss folgen vier typische Prüfungsfragen aus dem Bereich Lagerlogistik – jeweils mit kurzen Antworten, wie sie in der Prüfung von einem Prüfling erwartet würden:

Frage 1: Nennen Sie die typischen Schritte, die beim Wareneingang (Warenannahme) durchzuführen sind.

Antwort: Zunächst wird die Lieferung entgegengenommen und entladen. Dann erfolgt der Abgleich der Lieferpapiere (Lieferschein, Bestellung) mit der gelieferten Ware. Anschließend prüft man die Menge und den Zustand der Ware auf Vollständigkeit und eventuelle Schäden. Bei Abweichungen oder Beschädigungen wird ein Vermerk gemacht bzw. eine Mängelmeldung erstellt. Abschließend werden die Artikel im Warenwirtschaftssystem erfasst und sachgerecht eingelagert.

Frage 2: Was versteht man unter Kommissionierung?

Antwort: Unter Kommissionierung versteht man das Zusammenstellen von Waren auf Basis eines Kundenauftrags. Das heißt, aus dem Lager werden die einzelnen benötigten Artikel entnommen (gepickt) und zu einer Lieferung zusammengestellt. Dieser Prozess folgt einem vorgegebenen Auftrag und kann je nach System manuell mit Picklisten oder digital mit Barcode-Scannern durchgeführt werden. Ziel ist es, die richtigen Artikel in der korrekten Menge für den Versand bereitzustellen.

Frage 3: Wie lautet die Formel für den Meldebestand und wofür wird dieser Wert benötigt?

Antwort: Der Meldebestand wird berechnet als (durchschnittlicher Tagesverbrauch × Lieferzeit in Tagen) + Sicherheitsbestand. Er gibt den Lagerbestand an, bei dessen Erreichen eine Nachbestellung ausgelöst werden muss. Der Meldebestand stellt sicher, dass genug Ware auf Lager ist, um die Zeit bis zum Eintreffen der Nachlieferung zu überbrücken, ohne den Mindestbestand (Sicherheitsbestand) angreifen zu müssen.

Frage 4: Welche Voraussetzungen muss eine Person erfüllen, um einen Gabelstapler im Betrieb fahren zu dürfen?

Antwort: Um einen Gabelstapler führen zu dürfen, muss man mindestens 18 Jahre alt sein (Ausnahmen für Auszubildende ab 16 unter Aufsicht sind möglich) und eine ausreichende Ausbildung bzw. Unterweisung nach DGUV Vorschrift 68 vorweisen – in der Praxis also den Staplerschein (Flurförderzeugführerschein) erfolgreich erworben haben. Zudem ist eine schriftliche Beauftragung durch den Arbeitgeber erforderlich. Die Person muss im Umgang mit dem Stapler unterwiesen sein (jährliche Sicherheitsunterweisung) und körperlich sowie geistig geeignet, um das Fahrzeug sicher zu bedienen.

Häufig gestellte Fragen zur Fachkraft für Lagerlogistik Prüfungsvorbereitung

Wie läuft die gestreckte Abschlussprüfung für Fachkräfte für Lagerlogistik ab?

Die gestreckte Abschlussprüfung ist zweigeteilt: Teil 1 findet nach ca. 18 Monaten statt und zählt 25 Prozent. Teil 2 folgt am Ausbildungsende, macht 75 Prozent der Gesamtnote aus und besteht aus drei schriftlichen Fächern sowie einer praktischen Arbeitsaufgabe.

In Teil 2 werden drei schriftliche Bereiche geprüft: „Lagerlogistische Geschäftsprozesse“ (120 Minuten), „Organisations- und Steuerprozesse“ (90 Minuten) und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ (60 Minuten). Die Aufgaben stammen bundeseinheitlich von der Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle (PAL).

Die praktische Prüfung dauert maximal 60 Minuten und umfasst eine praxisnahe Arbeitsaufgabe (z. B. Wareneingangskontrolle oder Kommissionierung) sowie ein integriertes, bis zu 15-minütiges Fachgespräch, in dem der Prüfling seine logistischen Entscheidungen vor dem IHK-Prüfungsausschuss begründen muss.

Das Gesamtergebnis muss mindestens 50 von 100 Punkten betragen. Zudem darf kein schriftlicher Bereich mit unter 30 Punkten bewertet werden, und in mindestens zwei der drei schriftlichen Prüfungsbereiche von Teil 2 müssen jeweils mindestens 50 Punkte erreicht werden.

Erlaubt sind ein nicht-programmierbarer Taschenrechner sowie netzunabhängige elektronische Wörterbücher für fremdsprachige Prüflinge. Grafische oder programmierbare Rechner, Smartphones sowie unzulässige Kommentierungen in Gesetzestexten führen zum sofortigen Ausschluss wegen eines Täuschungsversuchs.

Die bundeseinheitlichen schriftlichen IHK-Termine der PAL finden zweimal jährlich statt. Im Jahr 2026 liegen die Termine für die Sommerprüfung am 5. und 6. Mai, während die Winterprüfung am 24. und 25. November stattfindet. Praktische Prüfungen folgen regional variierend.

Der Fachlagerist ist eine 2-jährige Ausbildung mit Fokus auf rein praktische Tätigkeiten. Die Fachkraft für Lagerlogistik dauert 3 Jahre und beinhaltet zusätzliche kaufmännische, planerische und organisatorische Inhalte, die vertieft in Teil 2 der Abschlussprüfung abgefragt werden.

Am effektivsten ist das Lösen originaler PAL-Prüfungsaufgaben der letzten Jahre. Ergänzend helfen digitale IHK-Prüfungs-Simulatoren sowie Standard-Lehrbücher von Verlagen wie Westermann, um mathematische Formeln zur Lagerkennziffernberechnung und Buchungssätze gezielt zu wiederholen.

Ja. Da Teil 1 lediglich zu 25 Prozent in die Gesamtnote einfließt, kann eine mäßige Leistung durch ein starkes Ergebnis in Teil 2 (75 Prozent) ausgeglichen werden. Die K.-o.-Kriterien für ungenügende schriftliche Einzelleistungen bleiben jedoch bestehen.

Ja. Wenn das Bestehen der Ausbildung aufgrund knapper schriftlicher Ergebnisse in Teil 2 gefährdet ist, kann eine etwa 15-minütige mündliche Ergänzungsprüfung beantragt werden. Sie findet in einem der mangelhaften Fächer statt, um rechnerisch die 50-Punkte-Hürde zu nehmen.

Absolut fehlerfrei sitzen müssen die Berechnungen zu den Lagerkennziffern: Mindest-, Melde- und Höchstbestand, die durchschnittliche Lagerdauer, der Lagerzinssatz sowie die Umschlagshäufigkeit. Auch kaufmännische Kalkulationen wie Frachtkostenermittlungen und Angebotsvergleiche werden im kaufmännischen Teil standardmäßig mit hohen Punktzahlen bewertet.

Bei Nichtbestehen kannst du die IHK-Prüfung maximal zweimal wiederholen. Auf Antrag des Prüflings verlängert sich das Ausbildungsverhältnis gemäß § 21 BBiG automatisch bis zur nächstfolgenden Wiederholungsprüfung, jedoch um höchstens ein Jahr, um die gezielte Vorbereitung im Ausbildungsbetrieb fortzusetzen.

Karrierechancen als Fachkraft für Lagerlogistik

Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung eröffnen sich dir als Fachkraft für Lagerlogistik vielfältige berufliche Perspektiven – sowohl im Handel als auch in der Industrie, bei Logistikdienstleistern oder in Speditionen. Mit zunehmender Berufserfahrung kannst du verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen, z. B. in der Lagerleitung, im Wareneingang oder in der Versandkoordination. Ein wichtiger Qualifikationsbaustein ist der Staplerschein, der in vielen Betrieben Voraussetzung für das Bedienen von Flurförderzeugen ist. 

Wer sich langfristig weiterentwickeln möchte, kann außerdem eine Aufstiegsfortbildung absolvieren – etwa zum geprüften Logistikmeister (IHK). Diese Weiterbildung eröffnet Führungspositionen und ermöglicht sogar die Selbstständigkeit im Logistikbereich. Alles Wichtige zur Prüfung und zur Vorbereitung findest du in unserem Beitrag zur Logistikmeister Prüfung.

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