„Auch wer Flugangst hat ist fähig Höhenflüge zu genießen.“ (Zitat von Klaus Seibold)
Über dem Boden muss die Freiheit mit Drohnen wohl grenzenlos sein. Nicht ganz! Wer wird denn ohne Drohnenführerschein A2 sofort abheben? Je größer bzw. schwerer deine Drohne ist, desto wahrscheinlicher ist von der Notwendigkeit eines so genannten Drohnenführerschein A2 auszugehen. Wir zeigen dir hier deinen Weg zum Drohnenpiloten ganz ohne Turbulenzen.
Vor der Prüfung landest du hier auf dem Boden der Tatsachen
Auch wenn du dich bereit für das Starten deiner Drohne fühlst, solltest du dich mit den Voraussetzungen verantwortungsvoll befassen. Schließlich arbeitet jeder Pilot vor dem Start gewissenhaft eine Checkliste ab, und das immer wieder. Dieser Beitrag zum Drohnenführerschein A2 macht dich in 5 Minuten ready for take off. Durch zahlreiche neue EU-Verordnungen gelten seit 2021 strengere Regeln, ohne Versicherung solltest du nicht abheben.
Checkliste: Das Wichtigste in aller Kürze für den Drohnenführerschein a2
- Rechtsgrundlage für den Drohnenführerschein A2 ist die in nationales Recht umgesetzte EU-Drohnenverordnung (gültig seit Anfang 2021).
- In Deutschland ist für das Fliegen mit Drohnen auch die Luftverkehrsordnung (LuftVO) zu beachten.
- Eine Registrierung ist für alle Drohnen-Piloten notwendig, auch für Modelle unter 250 Gramm (= Drohnenklasse C0).
- Seit 2024 dürfen keine Drohnen ohne Klasse mehr auf dem Markt eingeführt werden. Für bereits vorhandene greifen Übergangsregelungen.
- Es gibt den kleinen Drohnenführerschein a1 & a3 (= EU-Kompetenznachweis), der für alle Drohnen erforderlich ist (Ausnahme: Bestandsdrohnen mit einem Gewicht von weniger als 250 Gramm).
- Den großen Drohnenführerschein (Fernpilotenzeugnis a2) brauchst du, wenn du deutlich schwerere Drohnen über 2 Kilogramm Startmasse der Klasse C2 fliegen lassen willst. Darunter kann ein Kompetenznachweis ausreichen.
- Fliegen ohne Fernpilotenzeugnis a2 ist keine gute Idee: Es drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro, wenn kein Drohnenführerschein A2 vorliegt.
Wichtig: Schutz für Bruchlandungen sicherstellen!
Kleine Drohne, großer Schaden möglich! Wie in jedem Urlaubsflieger als Passagier auch, möchtest du dich als Drohnenpilot sicher fühlen. Gerade bei schwierigen Wetterbedingungen ist das Risiko für einen Absturz erhöht. Kommt dabei ein Sach- oder Personenschaden zustande, kann es schnell sehr teuer werden.
Daher ist eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben, auch wenn du die Drohne „nur“ privat fliegen lassen willst. Beachte, dass übliche Haftpflichtversicherungen im Regelfall nicht für Drohnenunfälle aufkommen. Durch einen Vergleich kannst du gezielt eine perfekte Drohnenversicherung abschließen. Die Drohnenführerschein A2 Prüfung beinhaltet daher auch versicherungsrechtliche Aspekte.
Wofür brauche ich welchen Drohnenführerschein?
In der Klasse C0 unter 250 Gramm Startmasse brauchst du keinen Führerschein. Zwischen 500 und 1.999 Gramm (Betrieb der Kategorie Open A3) und solche zwischen 250 bis 900 Gramm der Klasse C1 brauchst du zum Start den kleinen Drohnenführerschein (= Drohnenführerschein a1 & a3) als Kompetenznachweis.
Den großen Drohnenführerschein bzw. das Fernpilotenzeugnis a2 brauchst du für Bestandsdrohnen zwischen 500 und bis zu 1.999 Gramm (Open A2) sowie Drohnen zwischen 900 und bis 3.999 Gramm der Klasse C2. Für diesen Frührerschein muss der EU-Kompetenznachweis als Voraussetzung bereits vorhanden sein. Auch ist im Regelfall eine Selbsterklärung über praktische Kenntnisse vorgesehen. Du musst dir ein Selbsttraining auf offenen Feld schriftlich bestätigen lassen (Flug- und Modellsportvereine sind eine mögliche Anlaufstelle).
Drohnenführerschein online Prüfung: Voraussetzungen & Ablauf
Ja, du kannst bei verschiedenen Anbietern den Drohnenführerschein (z. B. den Drohnenführerschein A2) online machen, womit du zeitlich und örtlich sehr flexibel bist. Bei einer Internetrecherche wirst du einige Anbieter finden und dich mit den Abläufen schnell vertraut machen können. Alternativ kannst du die Prüfung auch bei einer durch das Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Prüfstelle ablegen. Es geht dabei um 30 Multiple Choice fragen, von denen 75 % für das Bestehen der Prüfung richtig beantwortet werden müssen.
Falls du mit einer C2 Drohne (bis 3.999 Gramm) bis auf 30 Meter an Menschen oder Gebäude heranfliegen möchtest, sind in der Unterkategorie A2 ein zusätzliches Flugtraining sowie eine zusätzliche Theorieprüfung bei der Luftfahrtbehörde notwendig. Du solltest dir vorher also Klarheit über deine Ziele bzw. Flugpläne verschaffen, um die richtige Prüfung abzulegen. Sofern du mit Drohnen ein Gewerbe betreiben möchtest, solltest du dir alle denkbaren Handlungsspiel- oder besser gesagt Flugräume offen halten.
Prepare for take off, mit diesen 8 Prüfungsfragen für den Drohnenführerschein A2!
Online mit entsprechenden Kursen und/ oder Fachliteratur kannst du schnell lernen, um die Drohnenführerschein A2 Prüfung in den Bereichen Meteorologie, UAS Flugleistung sowie betriebliche & technische Minderung von Risiken am Boden erfolgreich abzulegen. UAS bedeutet im Deutschen übrigens so viel wie unbemanntes Luftfahrzeug.
Welche 4 Aspekte sind vor dem Start einer Drohne zu beachten?
a) Wetterbedingungen prüfen.
b) Akku Ladestand checken.
c) Umgebung nach Hindernissen absuchen.
d) Überprüfung von Firmware-Aktualisierungen.
Richtige Antwort
Alle Antworten sind richtig.
Welchen Einfluss hat das Wetter auf den Flug der Drohne?
a) Drohnen fliegen völlig unabhängig vom Wetter.
b) Bei Wind wird mehr Akku verbraucht, um Turbulenzen auszugleichen.
c) Man kann mit Wind länger fliegen.
Richtige Antwort
Antwort B ist richtig.
Wie funktioniert Auftriebskraft bei einer Drohne und anderen Fluggeräten?
a) Durch Umströmung von runden Körpern wie Tragflächen.
b) Durch Umströmung entsprechend geformten Tragflächen, die Luft nach unten beschleunigen.
c) Durch Anströmung von flachen Körpern.
Richtige Antwort
Antwort B ist richtig.
Was muss ich vor dem Flug der Drohne beachten?
a) Registrieren, Handbuch lesen, Drohne in Sichtweite halten, nicht höher als 120 Meter und fern von sensiblen Bereichen wie Flughäfen fliegen.
b) Gar nichts, wenn ich den Drohnenführerschein in der Tasche habe.
c) Erlauben die Sicht- und Wetterverhältnisse einen sicheren Flug?
Richtige Antwort
Antworten A und C sind richtig.
Wofür steht die Abkürzung EASA?
a) European Aviation Safety Agency
b) European Atlantic Saftey Agency
c) European Active Security Agency
Richtige Antwort
Antwort A ist richtig.
Wo liegt der Unterschied zwischen Fernpilot und UAS-Betreiber?
a) Der Fernpilot steuert das UAS.
b) UAS Betreiber sind Personen oder Organisationen, die für den Betrieb verantwortlich sind.
c) Es gibt keinen Unterschied
Richtige Antwort
Antworten A und B sind richtig.
Besteht Pflicht für eine Drohnenversicherung in Deutschland?
a) Nein, auch für schwere Drohnen nicht.
b) Ja, die EU-Drohnenverordnung spricht von grundsätzlicher Versicherungspflicht.
c) Die Versicherungspflicht gilt für den gewerblichen und privaten Gebrauch.
Richtige Antwort
Antworten B und C sind richtig.
Was versteht die EU-Drohnenverordnung unter einer Menschenansammlung?
Richtige Antwort
Laut Verordnung handelt es sich um eine Vielzahl an Menschen, die so dicht gedrängt stehen, dass Bewegungen oder das Entfernen vom Ort kaum möglich sind.
Kleiner und großer Drohnenführerschein: Kosten?
Falls du einen Drohnenführerschein online machen möchtest, kann du oft von günstigen Angeboten profitieren und das gesparte Geld in deine Drohne investieren.
Der kleine Drohnenführerschein ist für eine Gebühr von etwa 25 Euro zu haben. Für den großen Drohnenführerschein (EU Fernpilotenzeugnis a2) entstehen deutlich höhere Kosten, die zwischen 200 und 400 Euro betragen können. Im Einzelfall ist zu prüfen, ob in den Kosten schon Vorbereitungsmaterial (Tests, Literatur etc.) enthalten ist. Da diese Gebühren von Anbietern selbst festgelegt werden, kann sich ein Vergleich mit Blick auf Drohnenführerschein Kosten im wahrsten Wortsinne auszahlen.
Drohnenführerschein A2: Häufig gestellte Fragen
Was bringt mir der Drohnenführerschein A2 im Vergleich zu A1/A3?
Der große Drohnenführerschein (A2) erlaubt es dir, Drohnen der Klasse C2 (bis 4 kg) oder Bestandsdrohnen in bebauten Gebieten (Wohnbereichen) zu fliegen. Während du mit A1/A3 weit weg von Menschen und Städten bleiben musst, reduziert der A2-Schein den horizontalen Mindestabstand zu unbeteiligten Personen auf 30 Meter (im Low-Speed-Modus sogar auf 5 Meter).
Welche Voraussetzungen gelten für das EU-Fernpilotenzeugnis A2?
Um die A2-Prüfung ablegen zu können, müssen drei Bedingungen erfüllt sein: 1. Ein Mindestalter von 16 Jahren, 2. Der Besitz des kleinen Drohnenführerscheins (EU-Kompetenznachweis A1/A3) und 3. Eine schriftliche Selbsterklärung über ein absolviertes praktisches Selbststudium.
Wie läuft die Drohnenführerschein A2 Online-Prüfung ab?
Die Theorieprüfung wird komplett online bei einer vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) zertifizierten Prüfstelle (PStF) absolviert. Sie besteht aus 30 Multiple-Choice-Fragen aus den Bereichen Meteorologie, Flugleistung und Risikominimierung am Boden. Zum Bestehen müssen innerhalb von 40 Minuten mindestens 75 % der Fragen korrekt beantwortet werden. Die Überwachung erfolgt per Webcam.
Wie viel kostet der Drohnenführerschein A2 im Jahr 2026?
Die Kosten variieren je nach Anbieter. Reine Online-Kurse inklusive Prüfung starten bei zertifizierten Anbietern bereits ab ca. 71 € bis 149 €. Klassische Flugschulen oder Präsenzkurse kosten zwischen 150 € und 300 €. Hinzu kommt eine Ausstellungsgebühr des LBA von meist 20 €.
Wie lange ist der A2 Drohnenführerschein gültig?
Das EU-Fernpilotenzeugnis A2 ist nach der Ausstellung genau 5 Jahre lang in der gesamten EU sowie in Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz gültig. Danach muss es durch eine Auffrischungsschulung oder erneute Prüfung verlängert werden.
Kann ich mit dem A2-Führerschein auch ältere Bestandsdrohnen in Wohngebieten fliegen?
Nein, das ist im Jahr 2026 nicht mehr möglich. Seit dem Ende der EU-Übergangsregelungen ist die Unterkategorie A2 ausschließlich für Drohnen reserviert, die eine offizielle C2-Klassenkennzeichnung besitzen. Ältere Bestandsdrohnen ohne Zertifizierung (die schwerer als 250 g sind) dürfen selbst mit einem A2-Schein nur noch in der restriktiven Unterkategorie A3 geflogen werden. Das bedeutet: Du musst zwingend einen Mindestabstand von 150 Metern zu Wohn-, Gewerbe- und Erholungsgebieten einhalten.
Gilt das A2-Fernpilotenzeugnis auch für die gewerbliche Nutzung von Drohnen?
Ja. Die EU-Drohnenverordnung unterscheidet beim Führerschein nicht zwischen privaten Freizeitflügen und gewerblichen Einsätzen. Das EU-Fernpilotenzeugnis A2 ist für beide Zwecke gleichermaßen gültig und für gewerbliche Piloten (z. B. für Immobilienfotos, Dachinspektionen oder Vermessungen in bebauten Gebieten) quasi unerlässlich. Wichtig für Gewerbetreibende: Unabhängig vom Führerschein musst du für kommerzielle Flüge zwingend eine spezielle gewerbliche Drohnen-Haftpflichtversicherung abschließen, da private Policen gewerbliche Schäden strikt ausschließen.
Was ist der Unterschied zwischen der e-ID (Betreiber-ID) und der Fernpiloten-ID?
| Merkmal | e-ID / Betreiber-ID | Fernpiloten-ID |
|---|---|---|
| Bedeutung | Registrierungsnummer des UAS-Betreibers | Kennung des Fernpiloten im Zusammenhang mit dem Kompetenznachweis |
| Bezieht sich auf | Die verantwortliche Person oder Organisation, die die Drohne betreibt | Die Person, die die Drohne fliegt |
| Wofür? | Zur Identifikation des Betreibers, ähnlich wie ein Kennzeichen beim Fahrzeug | Zum Nachweis der persönlichen Qualifikation als Fernpilot |
| An der Drohne anbringen? | Ja, die e-ID muss an der Drohne angebracht werden | Nein, die Fernpiloten-ID wird nicht an der Drohne angebracht |
| Mehrere Drohnen? | Eine Betreiber-ID kann für mehrere Drohnen desselben Betreibers genutzt werden | Gilt für die jeweilige Person als Fernpilot |
| Einfach erklärt | Die Betreiber-ID zeigt, wer für die Drohne verantwortlich ist. | Die Fernpiloten-ID zeigt, wer die nötige Qualifikation zum Fliegen besitzt. |
Fazit: Lernen wie im Flug mit Plakos für den Drohnenführerschein A2!
Jetzt ist alles für das Drohnenfliegen vorbereitet, die letzten Schritte liegen vor dir. Mit der offiziellen Fluglizenz und einer leistungsstarken Versicherung fliegst du auf der sicheren Seite mit deiner Drohne. Ein großer Abstand von 150 Metern zu Wohngebäuden etc. ist für dich als geprüfter Drohnen-Profi nicht mehr einzuhalten. Grenzenlos ist die Freiheit vom Fliegen mit dem Drohnenführerschein A2 zwar nicht, aber deutlich größer für spektakuläre Aufnahmen oder beeindruckende Flugshows. Und hört es sich nicht einfach cool an, sich geprüfter Fernpilot nennen zu dürfen? Wessen Berufswunsch ist es im Kindesalter nicht, irgendwann Pilot zu werden …
Halt, bevor du jetzt mit offizieller Lizenz zum Fliegen abhebst, sorgen wir von Plakos noch für zukunftsorientierte Bodenhaftung. Mit unserem interaktiven Lerntrainer für den Drohnenführerschein A2 machen wir dich für viele Lebenslagen und Karrierechancen startklar. Und nun heißt es ready for take off: Wir wünschen allseits guten Flug!
Quellen:
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- https://www.droneflightacademy.eu/de/eu-fernpilotenzeugnis-a2#:~:text=Mit%20dem%20EU%2DFernpilotenzeugnis%20A2,zu%20Menschen%20und%20Geb%C3%A4uden%20einhalten. ()
-
- https://www.drohnen.de/vorschriften-genehigungen-fuer-die-nutzung-von-drohnen-und-multicoptern/ (Vorschriften und Gesetze )
-
- [3]https://www.drohnen.de/47366/eu-drohnenverordnung-2024/ (EU Drohnenverordnung )
-
- https://www.bussgeldkatalog.org/drohnenfuehrerschein/ ()
-
- https://airandmore.at/drohnenfuehrerschein-pruefungsfragen/ (Prüfungsfragen )
